Überblick

Fragen & Antworten.

Die wichtigsten Fragen zu unseren Leistungen, kurz beantwortet.

Handel & Vermittlung

Wie findet ihr Käufer für gebrauchte Maschinen?

Wir fragen gezielt Betriebe, Händler und Verwerter an, die für genau diese Art Anlage infrage kommen, im Inland wie im Ausland. Findet sich niemand, reichen wir ein Verwertungs- oder Verschrottungsangebot nach. Ob dabei etwas übrig bleibt, hängt vom Material ab; bei manchen Anlagen trägt es den Abbau und den Abtransport nicht.

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Was passiert mit Maschinen, die niemand mehr braucht?

Dann finden wir die beste Verwertung: Wir bestimmen die Materialien und vermarkten sie zum Recyceln an den passenden Verwerter. So bleibt auch aus einer ausgedienten Anlage der bestmögliche Wert.

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Woher kommen die Maschinen?

Häufig aus Rückbauten und Werksverlagerungen, die wir ohnehin begleiten. So lässt sich die Vermarktung nahtlos in das Gesamtprojekt einbinden.

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Wie kommt der Preis für mein Metall zustande?

Jedes Angebot nennt, wie lange es gilt. Das hängt am Metall: Stahl folgt Monatspreisen, Buntmetalle können sich bei unruhigem Markt stündlich ändern. Ist die Abholung im Preis enthalten, bewegen sich zusätzlich die Transportkosten, etwa über Dieselzuschläge. Fest gilt ein Preis nur dort, wo ein Festpreis ausdrücklich vereinbart ist, üblich bei hochpreisigem Material.

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Geht auch ein Preis über die gesamte Projektdauer?

Ja, auf Wunsch. Für Großprojekte vereinbaren wir einen Preis, der über die gesamte Projektdauer gilt. Sie kalkulieren dann mit einer Zahl statt mit dem Markt. Weil wir damit das Marktrisiko tragen, ist das ein eigener Zusatzservice und wird gesondert vereinbart.

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Ab welcher Menge lohnt sich das?

Eine sinnvolle Untergrenze gibt es, aber sie hängt am Material: Bei hochpreisigen Sorten liegt sie deutlich niedriger als bei Stahl. Sagen Sie uns Material, Menge und Standort, dann nennen wir sie Ihnen für Ihren Fall. Und wenn sich ein Einzelabruf nicht trägt, bündeln wir ihn mit anderen Abholungen in der Region.

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Wie schnell bekomme ich ein Angebot?

In der Regel 1 bis 3 Werktage. Bei speziellen Legierungen, ungewöhnlichen Zusammensetzungen oder Produkten dauert es je nach Komplexität und Nachfrage länger; wir versuchen es immer schnellstmöglich. Fehlt etwas, sagen wir sofort, was fehlt, statt zu schätzen.

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Wer holt ab, wer wiegt, wann wird bezahlt?

Abgeholt wird in der Regel direkt durch den Käufer, oder Sie organisieren die Abholung selbst, mit unserer Unterstützung. Gewogen wird meist beim Abnehmer; ist bei Ihnen eine Brückenwaage vorhanden, wird sie genauso herangezogen. Der Wiegeschein ist die Abrechnungsgrundlage, dort stehen auch Abzüge, etwa für Verschmutzung. War das Material feucht oder behaftet, kommt zum Brutto-Netto-Schein eine genauere Auswertung mit Fotos und Dokumentation dazu, alles in Ihrem Portal. Zahlungsziele hängen an Material und Vertragsart und werden gemeinsam vereinbart.

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Rückbau & Verlagerung

Wie wird der Materialwert direkt auf der Baustelle ermittelt?

Vor Ort bestimmen wir die Legierung per XRF und schätzen die Mengen. Das reicht in den meisten Fällen und trägt die Bepreisung auf der Baustelle. Bewertet wird auf Basis anerkannter Markt- und Börsennotierungen (LME, BDSV, EUWID). Maßgeblich ist am Ende die Endauswertung; bei hochpreisigem Material oder Sonderlegierungen kommt dafür eine Schmelz- oder Laboranalyse dazu.

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Fixpreis oder Börsenbindung?

Beides ist möglich. Ein Fixpreis gibt Ihnen Planungssicherheit; eine Börsenbindung (LME/BDSV/EUWID) lässt Sie von Marktbewegungen profitieren. Je nach Material und Zeithorizont empfehlen wir die passende Variante.

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Was macht ihr anders als ein Direktangebot vom Schrotthändler?

Wir trennen jede Fraktion einzeln und fragen gezielt die Abnehmer an, die für genau diese Fraktion gerade die besseren Preise machen: Wer heute gut für Kupfer zahlt, ist nicht automatisch der Richtige für Edelstahl. Dazu kommt die Routine im Gespräch: Wir sprechen die Sprache der Branche und wissen, worauf es beim Abschluss ankommt. Wie groß der Unterschied ausfällt, hängt vom Material ab: Bei sortenreinem Material ist er am größten, bei kleinen gemischten Mengen klein. Dann ist der Direktweg oft der richtige.

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Wer trägt Demontage, Abriss, Transport und die Haftung dafür?

Die Ausführung übernehmen erfahrene Partnerbetriebe mit den nötigen Qualifizierungen für ihren Bereich. FRANZL koordiniert und dokumentiert den gesamten Ablauf. Die Zuständigkeiten sind vertraglich klar geregelt, alles bleibt nachvollziehbar.

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Was gilt für Kabel, Gefahrstoffe und Export?

Kunststoffhaltige Kabel und bestimmte Fraktionen fallen unter die EU-Abfallverbringungsverordnung und können eine Notifizierung erfordern. Wir klären Einstufung und Genehmigungen vorab, damit es beim Transport keine Überraschungen gibt.

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Wie früh sollten wir FRANZL einbinden?

Am besten schon in der Planungsphase. Je früher wir dabei sind, desto genauer können wir erste Preise und Angebote erstellen, Risiken erkennen und den Zeitplan realistisch aufsetzen, statt später unter Druck zu improvisieren.

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Übernehmt ihr auch internationale Verlagerungen?

Ja. Wir koordinieren Verlagerungen im Inland ebenso wie ins Ausland und über See, dazu Transportplanung, Verpackung und die Frage, welche Papiere gebraucht werden. Wir beraten dazu und stellen die Unterlagen mit Ihnen zusammen; unsere ausführenden Partner tragen die Verantwortung, die zu ihrer Rolle gehört.

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Warum über FRANZL statt viele Firmen selbst zu koordinieren?

Weil Sie einen Ansprechpartner haben statt zehn. Wir bündeln Planung, Demontage, Transport und Wiederaufbau über unser Partnernetz. Sie müssen nicht selbst hundert Dienstleister suchen, vergleichen und aufeinander abstimmen.

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Bewertung & Beratung

Auch internationale Transporte und Übersee?

Ja — entscheidend ist die Vorbereitung: Zollanmeldung und Ursprungsnachweise, seetaugliche Verpackung samt Trocknung und Ladungssicherung, Genehmigungen für Schwer- und Sondertransporte und, wo Abfall im Spiel ist, die Notifizierung. Jeder dieser Schritte hat eine eigene Vorlaufzeit; wir sagen früh, welches Papier wann gebraucht wird, damit der Termin nicht am Formular scheitert.

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Wer haftet, wenn beim Transport etwas beschädigt wird?

Der Frachtführer haftet nach den gesetzlichen Regeln des jeweiligen Verkehrsträgers. Die Höchstsummen bemessen sich dabei nach dem Gewicht, nicht nach dem Wert der Maschine. Für hochwertige oder empfindliche Ladung vereinbaren wir deshalb eine zusätzliche Transportversicherung. Vor dem Termin sagen wir, welcher Fall gilt und was er abdeckt.

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Was steht am Ende im Bericht?

Positionen mit Sorte und Menge, die dafür verwendete Methode, Fotos, die Preisbasis mit Datum und Quelle sowie den daraus abgeleiteten Wert. Jede Zahl nennt ihre Herkunft und lässt sich nachrechnen.

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Welche Methode für Aluminium vs. Kupfer?

In den meisten Fällen dieselbe: XRF bestimmt die Legierung vor Ort, bei Kupfer wie bei Aluminium, und trägt die Einordnung und die Bepreisung an Ort und Stelle. Wo es genauer sein muss, bei hochpreisigen Materialien und Sonderlegierungen, entscheidet die Endauswertung: Schmelz- oder Spektralanalyse, bei kritischen Chargen die nasschemische Laboranalyse. Bei Produkten und Betriebsauflösungen ist das häufiger nötig als im Abriss.

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Was bringt ein unabhängiger Probenehmer?

Er zieht die Probe nach einem festen Verfahren und stellt darüber ein Dokument aus, auf das sich beide Seiten beziehen können, statt dass jede Seite ihre eigene Zahl nennt. Die Grenze gehört dazu: Eine Probe bildet nie das gesamte Material ab, bei ungleichmäßigen Chargen kann die Endauswertung abweichen. Dafür weiß dann jeder, worauf die Zahl beruht.

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Sind niedrige Schrotthändlerpreise unfair?

Nicht unbedingt. Oft ist er der richtige Weg: bei kleinen, gemischten Mengen, bei laufendem Anfall ohne Platz zum Sammeln, wenn es schnell gehen muss oder wenn die Fahrt mehr kostet als der Mehrerlös bringt. Der direktere Weg lohnt erst ab einer Menge, die sich getrennt halten lässt. Wo diese Grenze liegt, rechnen wir für Ihren Fall aus.

Mehr dazu: Verwertungsberatung→

Was müssen wir dafür im Betrieb ändern?

Meist wenig: getrennte Behälter dort, wo das Material anfällt, eine klare Regel, wer was wohin gibt, und eine Fläche zum Sammeln. Den Rest übernehmen wir: Sortenzuordnung, Abnehmerwahl, Verhandlung. Was sich bei Ihnen ändern muss, sehen wir an Ihrem Materialfluss; oft reicht eine Umstellung, die niemanden zusätzlich beschäftigt.

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Kreislauf & Nachhaltigkeit

Welche Materialien lohnen sich besonders zum Recyceln?

Grundsätzlich alle Metalle. Der Unterschied liegt im Wert und im Aufwand. Sortenreine NE-Metalle wie Kupfer und Aluminium erzielen die höchsten Erlöse; Stahl ist volumenstark; Kabel und Elektronik brauchen Aufbereitung, bergen aber oft verstecktes Potenzial. Wir zeigen für Ihr Material, wo der Wert steckt.

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Wie erkenne ich, ob mein Schrott gut bezahlt wird?

Entscheidend sind Sortenreinheit, Menge und der richtige Abnehmer zum richtigen Zeitpunkt. Wir bewerten auf Basis anerkannter Markt- und Börsennotierungen (LME, BDSV, EUWID) und finden gezielt den Verwerter, der aktuell am besten zahlt, statt pauschaler Abgabe.

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Wickelt ihr das selbst ab?

Recycling- und Entsorgungsmaterial geht über unser Partnernetzwerk direkt an den Käufer, ohne zehn verschiedene Zwischenhändler dazwischen. Die Partner führen aus, der Handel läuft direkt. Mengen, Lieferungen, Wiegescheine, Rechnungen, Entsorgungsnachweise und Fotos liegen in Ihrem Portal.

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Wer haftet, wenn eine Einstufung später falsch ist?

Der Erzeuger bleibt in der Pflicht, auch wenn ein Dienstleister abholt: Wer Material abgibt, muss wissen, was er abgibt. Stellt sich eine Einstufung später als falsch heraus, drohen Rücknahme, Nachweise und Bußgeld. Deshalb klären wir die Einstufung vorher und halten fest, worauf sie beruht.

Mehr dazu: Umweltschutz & Compliance→

Beraten Sie auch ohne laufendes Projekt?

Ja, auch ohne laufendes Projekt. Häufigster Anlass ist eine einzelne Frage vor einer Lieferung: Ist das notifizierungspflichtig, welches Papier muss mit, wer muss zustimmen. Wir klären das vorab, damit Material nicht an der Grenze steht, während die Genehmigung noch läuft.

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Technologie & Daten

Wofür brauche ich einen 3D-Laserscan?

Für Umbau, Verlagerung und Bestandsdokumentation, wenn Pläne fehlen oder nicht mehr stimmen. Nicht lohnt er sich, wenn geprüfte, aktuelle Unterlagen vorliegen und sich seither nichts geändert hat, wenn nur einzelne Maße gebraucht werden (die nimmt ein Messtechniker schneller ab) oder wenn der Bereich ohnehin vollständig zurückgebaut wird. Wir sagen Ihnen das vorher, statt einen Auftrag zu schreiben.

Mehr dazu: 3D-Laserscan→

Muss die Produktion dafür stehen?

Nicht zwingend. Je nach Verfahren kann auch im laufenden Betrieb gescannt werden; Zugangsfenster stimmen wir mit Ihrem Ablauf ab.

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Preise & Notierungen

Was zahlt die Marienhütte aktuell für Schrott?

Einen Eurobetrag je Tonne nennt das Werk nicht. Es gibt monatlich bekannt, um wie viel sich seine Ankaufspreise ändern — etwa „auf Altschrott plus EUR 12,-“. Das ist Absicht: Jeder Lieferant hat seine eigene Formel aus Zu- und Abschlägen nach Fraktion, Frachtanteil, Mengenstaffel und ausgehandelten Konditionen. Der absolute Preis eines Dritten sagt über Ihren nichts aus, die Veränderung dagegen setzen Sie unmittelbar in Ihre eigene Kalkulation ein. Einen absoluten Preis gibt es deshalb nur in Verbindung mit einem konkreten Vertrag: Ihr vereinbarter Preis plus alle Meldungen seit dem Stichtag.

Mehr dazu: Marienhütte Schrottpreise: Verlauf und Preisrechner→

Wie haben sich die Marienhütte-Schrottpreise entwickelt?

Die Tabelle auf dieser Seite führt jede Bekanntgabe mit dem Original-Wortlaut, neueste zuerst, getrennt nach leichtem Altschrott, Neuschrott und Schwerschrott; die Zeitachse darüber zeigt denselben Verlauf grafisch. Das Stahl- und Walzwerk Marienhütte in Graz ist ein Elektrostahlwerk: Es schmilzt Schrott ein und walzt daraus Bewehrungsstahl. Als einer der großen inländischen Schrottabnehmer gibt es monatlich bekannt, wie sich seine Ankaufspreise verändern — und weil der österreichische Markt sich daran orientiert, ist diese Bekanntgabe hier der Taktgeber.

Mehr dazu: Marienhütte Schrottpreise: Verlauf und Preisrechner→

Wie berechne ich den Marienhütte-Preis für einen bestimmten Monat?

Sie addieren alle Monatsmeldungen nach Ihrem Stichtagsmonat bis einschließlich des Abholmonats auf den vereinbarten Preis. Der Stichtagsmonat selbst zählt nicht mit. Beispiel: 300 €/t für leichten Altschrott, vereinbart im Jänner 2026, Abholung im September 2026 ergibt 295 €/t. Zwei Fälle brauchen das: Wer auf eine Ausschreibung bietet, muss abschätzen, wo der Index zum Abrufdatum stehen wird; wer bereits liefert, muss jede Abrechnung nachrechnen können. Für beides legt der Rechner auf dieser Seite den Weg Monat für Monat offen, statt nur ein Ergebnis hinzustellen.

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Was ist der Unterschied zum Großhandelspreisindex 46.72.13?

Zwei verschiedene Dinge, die in Ausschreibungen leicht verwechselt werden. Der Großhandelspreisindex für die Position 46.72.13 (Großhandel mit Eisen, Stahl und NE-Metallhalbzeug) wird von der Statistik Austria erhoben und über die WKO veröffentlicht. Er ist eine Wertsicherung in Indexpunkten und wirkt multiplikativ: Der Preis wird mit dem Verhältnis zweier Indexstände malgenommen. Die Marienhütte-Bekanntgabe dagegen ist ein Zuschlag in Euro je Tonne und wird addiert. Zu beachten ist außerdem die Neubasierung der Indexreihe auf 2025 = 100, die ab Jänner 2026 gilt. Welche der beiden Größen gilt, steht in Ihrem Vertrag; der Rechner hier bildet ausschließlich die Marienhütte-Systematik ab.

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Warum bekomme ich nicht den Preis, der im Index steht?

Weil ein Index ein Anhaltspunkt ist und kein Angebot. Vom Indexwert gehen die Kosten ab, die zwischen Ihrem Material und dem fertigen Einsatzstoff liegen, also Sortierung, Lagerung, Transport und die Abschläge, die das Werk für Aufbereitung und Einschmelzen ansetzt. Deshalb heißt die Preisbasis im Vertrag fast nie nur LME, sondern LME minus Abschlag, bei sehr sauberen Fraktionen auch LME plus. Die LME selbst nennt als Gründe für Auf- und Abschläge die Lage, die Sorte, Verunreinigungen und die Lieferbedingung. Wir benennen den Abschlag vor dem Geschäft und begründen ihn.

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Warum sind die öffentlichen LME-Kurse nicht tagesaktuell?

Weil Echtzeitkurse lizenzpflichtig sind. Die LME gibt sie nur über lizenzierte Anbieter weiter und verlangt dafür eine monatliche Gebühr je Nutzer, auch verzögerte Pakete laufen über Abonnements. Öffentlich sichtbare Kurse sind deshalb fast immer verzögert. Wer den Markt tagesaktuell verfolgen muss, braucht einen Zugang über einen Preisdienst, und die meisten Schrotthändler haben einen. Unsere Kunden sehen die für sie relevanten Werte im Kundenportal.

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In welcher Währung wird gerechnet?

Die LME notiert in US-Dollar je Tonne. Dabei sind zwei Dinge zu trennen. Im Portal können Sie die Anzeige auf Euro umschalten, umgerechnet zum Referenzkurs der Europäischen Zentralbank. Das ist eine Anzeige, kein Abrechnungskurs. Abgerechnet wird zu dem Kurs, der im Vertrag vereinbart ist. Dort steckt ein Detail, das oft übersehen wird. Manche Formeln rechnen zum Umrechnungskurs eine Umtauschgebühr hinzu, etwa 0,003 Punkte. Weil der Dollarbetrag durch den Kurs geteilt wird, macht ein höherer Kurs den Eurobetrag kleiner. Die Gebühr klingt winzig und verringert Ihren Erlös trotzdem. In anderen Verträgen steht der Preis direkt in Euro. Was gilt, steht in der Formel, und wir legen sie offen.

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Was ist besser, fix oder börsengebunden?

Eine Bindung an die Notierung bildet ab, was der Markt am Stichtag tatsächlich macht. Ein Fixpreis enthält dagegen oft einen Risikoabschlag des Abnehmers, weil er das Kursrisiko übernimmt. Dafür lässt sich mit einem Fixpreis rechnen. Bei einer Bindung steht der Wert oft erst später fest. Verkaufen Sie am Nachmittag und gilt die Mittagsnotierung, wird in vielen Verträgen erst der Mittagskurs des Folgetags herangezogen. Das ist schwerer zu kalkulieren, dafür bewegt sich der Preis mit dem Markt.

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Wer legt fest, welche Notierung für mein Material gilt?

In den meisten Fällen gibt der Käufer die Preisbasis vor. Das ist üblich und trotzdem einen Blick wert, denn nicht jede Notierung passt genau zum Material. Manche bewegen sich selten, was in fallenden Märkten hilft und in steigenden bremst. Wir prüfen vor dem Geschäft, ob die vorgegebene Notierung zum Material passt, und sagen es, wenn sie es nicht tut.

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Wie oft ändert sich die Preisbasis?

Das hängt am Metall. Buntmetalle bewegen sich an der Börse laufend, abgerechnet wird trotzdem gegen einen festen Punkt, also die Mittagsnotierung, einen Monatsdurchschnitt oder einen Durchschnitt über drei Monate, je nach Vereinbarung. Ein solcher Durchschnitt ist nicht dasselbe wie die LME-Notierung „3-Month“, die einen Terminpreis meint. Bei Stahlsorten ist der Takt monatlich. Welcher Punkt gilt, gehört in den Vertrag und nicht in die Auslegung.

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Was passiert, wenn ich später liefere als vereinbart?

Die Lieferfrist ist kein Richtwert. Werke planen Mengen für ihre Produktion ein und haben zu bestimmten Preisen eingekauft, um Monats- und Quartalsabschlüsse rechnen zu können. Ein Verzug bringt diese Planung durcheinander. Je nach Abnehmer gibt es Toleranzen, es kann aber auch eine Pönale fällig werden, und im Wiederholungsfall wird ein Lieferant gesperrt. Wenn ein Termin wackelt, ist die frühe Meldung fast immer billiger als die späte Lieferung.

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Wo sehe ich die tagesaktuellen Werte?

Über einen Preisdienst, der Live-Kurse direkt von der LME bezieht. Davon gibt es mehrere Anbieter, die meisten Schrotthändler haben einen Zugang. Für unsere Kunden läuft das über das Kundenportal, freigeschaltet je Kunde, mit den Referenzen, die für ihr Material gelten.

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Volle Transparenz

Im Kundenportal sichtbar.

Jeder Schritt und jedes Dokument, jederzeit nachvollziehbar. Keine Blackbox.

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