Massiver Waggonmangel bei DB Cargo: Vier von fünf Recyclingunternehmen können Lieferverträge nicht erfüllen
Eine Umfrage der Circular Metal Association offenbart schwere Logistikprobleme bei der Schienenbeförderung von Schrott. Fehlende Leerwaggons und Verspätungen bedrohen die Rohstoffversorgung der Stahlwerke.
80 Prozent der Schrott- und Metallrecycler können wegen Ausfällen bei DB Cargo ihre Verträge mit Stahlwerken nicht termingerecht bedienen.
Die Gütersparte DB Cargo stellt der Recyclingindustrie derzeit drastisch zu wenige Transportkapazitäten zur Verfügung. Dies zeigt eine Erhebung der Circular Metal Association (CMA) unter 79 Mitgliedsunternehmen für das erste Halbjahr 2026.
Nahezu vier von fünf Betrieben (79,7 %) gaben an, ihre Lieferverträge für Stahlschrott und NE-Metalle aufgrund der mangelhaften Waggongestellung nicht vollständig erfüllen zu können. Hauptursachen sind der akute Mangel an Leerwaggons, Personalengpässe sowie erhebliche Verspätungen bei der Bahnzustellung.
Da der Einzelwagenverkehr für den Transport schwerer Schrottmengen zu den Hüttenwerken essenziell ist, drohen den Recyclingbetrieben hohe Ausfallkosten und Pönale, während Stahlwerke vor logistischen Lieferengpässen stehen.
Für deutsche Schrotthändler: Schrotthändler müssen verstärkt auf Lkw- und Binnenschiff-Ausweichrouten setzen und Verträge bezüglich Waggonverfügbarkeit absichern.
Für österreichische Schrotthändler: Grenzüberschreitende Schrottlieferungen von Deutschland nach Österreich per Bahn geraten ins Stocken, was Ausweichlogistik erfordert.
Ref: RR-20260921-01