News

Studie beziffert ungenutzte kritische Rohstoffe in europäischen Elektroaltgeräten auf 65 Milliarden Euro

Eine gemeinsame Untersuchung der Boston Consulting Group und Cradle to Cradle Electronics belegt das immense Ausmaß wertvoller Sekundärmetalle in EU-Haushalten. Jährlich fallen Altgeräte mit 9 Milliarden Euro an Rohstoffen an, was den Importbedarf der Neuproduktion übersteigt.

Studie beziffert ungenutzte kritische Rohstoffe in europäischen Elektroaltgeräten auf 65 Milliarden Euro
Rohstoffpotenzial im E-Schrott:

In europäischen Elektroaltgeräten lagern kritische Rohstoffe im Gesamtwert von über 65 Milliarden Euro.

Eine anlässlich der Technikmesse IFA in Berlin vorgestellte Studie der Boston Consulting Group und der Initiative Cradle to Cradle Electronics belegt das ungenutzte Potenzial von Elektroschrott in der Europäischen Union. In den Beständen an Haushaltsgeräten und Unterhaltungselektronik sind kritische Rohstoffe wie Kupfer, Kobalt, Nickel, Tantal und Seltene Erden im Wert von mehr als 65 Milliarden Euro gebunden.

Allein die jährlich ausgemusterten Altgeräte enthalten Sekundärrohstoffe im Wert von rund 9 Milliarden Euro. Dieser Wert liegt höher als der jährliche Rohstoffbedarf für die Produktion von Neugeräten in Europa, der sich auf etwa 6 Milliarden Euro beläuft. Bislang verpufft ein Großteil dieses Werts, da Altgeräte unzureichend gesammelt, unsachgemäß geschreddert oder illegal exportiert werden.

Die Studienautoren fordern ein konsequentes Umdenken hin zu modularen Designkonzepten und einer systematischen Demontage. Durch automatisierte Demontageverfahren und besseres Recycling könnten Schlüsselmetalle effizient zurückgewonnen und die europäische Importabhängigkeit drastisch gesenkt werden.

Für deutsche Schrotthändler: E-Schrott-Aufbereiter und Metallrecycler in Deutschland erhalten Rückenwind für den Ausbau automatisierter Sortier- und Zerlegekapazitäten, da der Druck auf Gesetzgeber und Industrie steigt, hochwertige Metallfraktionen im Land zu halten.

Für österreichische Schrotthändler: Österreichische Recycler können von gezielten Förderungen und Kooperationen bei der Aufbereitung wertvoller NE- und Spezialmetallfraktionen aus Altgeräten profitieren.

Ref: RR-20260917-04

Quelle

Volle Transparenz

Im Kundenportal sichtbar.

Jeder Schritt und jedes Dokument, jederzeit nachvollziehbar. Keine Blackbox.

Mehr zum Kundenportal→

Let's talk.

Wir antworten mit einem Plan, nicht mit einer Floskel.

Kontakt aufnehmen