U. S. Steel Košice sichert 350 Mio. Euro EU-Förderung für 900-Mio.-Euro-EAF-Projekt
U. S. Steel Košice hat eine Fördervereinbarung über 350 Mio. Euro aus dem EU-Modernisierungsfonds unterzeichnet, um den Bau eines neuen Elektrolichtbogenofens in der Slowakei zu realisieren.
Das 900 Millionen Euro schwere Großprojekt umfasst einen EAF mit 1,6 Millionen Tonnen Jahreskapazität und erhöht die regionale Schrottnachfrage deutlich.
Der slowakische Stahlhersteller U. S. Steel Košice (USSK), ein Tochterunternehmen der Nippon Steel Corporation, hat mit der slowakischen Regierung einen Fördervertrag über rund 350 Millionen Euro aus dem EU-Modernisierungsfonds geschlossen. Die Mittel sind Zweckgebunden für den Bau eines Elektrolichtbogenofens (EAF) sowie einer Luftzerlegungsanlage.
Die Gesamtinvestition beläuft sich auf rund 900 Millionen Euro. Der neue Elektrolichtbogenofen soll eine jährliche Produktionskapazität von ca. 1,6 Millionen Tonnen Rohstahl aufweisen und ab 2030 parallel zu den bestehenden Hochöfen betrieben werden, um den CO₂-Ausstoß der Hütte signifikant zu senken.
Zum 1. Oktober 2026 wird das Werk im Zuge der Konzernumstrukturierung direkt in Nippon Steel Slovakia s.r.o. umbenannt. Nippon Steel positioniert den Standort Košice damit als zentralen europäischen Produktions-Hub für CO₂-reduzierten Stahl.
Für deutsche Schrotthändler: Indirekte Auswirkung auf osteuropäische Handelsströme für Stahlschrott; der Bau neuer Groß-EAFs in CEE bindet Schrottmengen im mitteleuropäischen Raum.
Für österreichische Schrotthändler: Direkte Relevanz für österreichische Schrotthändler und Exporteure: In unmittelbarer geografischer Nähe entsteht ein neuer Großabnehmer für Qualitäts-Stahlschrott.
Ref: RR-20260921-06