Schrott-Lexikon

Was ist die BDSV und was sagt ihre Notierung über Stahlschrottpreise?

Die BDSV (Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen) veröffentlicht monatlich durchschnittliche Marktpreise für Stahlschrott nach Sorten. Sie gelten im deutschsprachigen Raum als gängige Orientierung für die Abrechnung von Eisen- und Stahlschrott.

Was dahintersteckt

Für Stahlschrott gibt es zwar Terminkontrakte, aber keine tägliche Börsennotierung, die den Handel im deutschsprachigen Raum abrechnet. Stattdessen veröffentlicht die BDSV monatlich durchschnittliche Marktpreise, gegliedert nach Schrottsorten (etwa Neuschrott, Altschrott oder Späne). Diese Werte beruhen auf Meldungen der Mitgliedsunternehmen an eine neutrale Stelle und bilden die regionale Marktlage in Deutschland ab; in Österreich werden sie als Orientierung herangezogen. Angegeben in Euro je Tonne, ändern sie sich monatlich.

Warum das für Sie zählt

Für die Abrechnung von Stahlschrott ist die richtige Sorteneinstufung entscheidend — sie bestimmt, welche Notierung gilt. Wird Material pauschal als Mischschrott eingestuft, verschenken Sie oft Wert. Wir bestimmen die Sorten genau und rechnen auf einer nachvollziehbaren Basis ab. Die aktuellen Werte finden Sie unter BDSV-Preise; wie wir Material bewerten, lesen Sie unter Materialbewertung. In Österreich übernimmt die monatliche Bekanntgabe der Marienhütte in Graz dieselbe Rolle — ihren Verlauf und den Preisrechner führen wir ebenfalls.

Sortenbezeichnungen und Grenzwerte orientieren sich an gängigen Handelsrichtlinien (BDSV, ISRI). Sie sind keine Norm und können je Abnehmer abweichen; maßgeblich ist die Eingangskontrolle des jeweiligen Verwerters. Angaben ohne Gewähr.

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