Was bezeichnen Birch und Cliff beim Kupferschrott?
„Birch/Cliff" ist eine international gebräuchliche Sortenbezeichnung für gemischten Kupferschrott mittlerer Qualität — Kupferdraht und -stücke, leicht oxidiert oder beschichtet. Sie liegt unter der Spitzensorte Millberry (blankes Kupfer ≥ 99,9 %).
Was dahintersteckt
Die Bezeichnung stammt aus dem Sortencode des US-Recyclingverbands ReMA (vormals ISRI). „Birch" bezeichnet No. 2 Kupferdraht, „Cliff" massives Kupfer und Rohre — gleicher Kupfergehalt, andere Materialform, deshalb im Handel meist zusammen als „Birch/Cliff". Beide Sorten haben einen Kupfergehalt von nominal 96 %, mindestens 94 %; typisch ist nicht blankes Material — etwa lackierter oder leicht oxidierter Draht, Kupferstücke mit anhaftenden Fremdstoffen. Höherwertig sind No. 1 (Berry) und darüber Millberry, der blanke, unlegierte Kupferdraht.
Warum das für Sie zählt
Die Sorte entscheidet über den Abschlag auf den Kupfer-Basiswert: Je blanker und sortenreiner das Material, desto näher am Börsenpreis. Wer Kupferschrott vor dem Verkauf trennt, blanken Draht von beschichtetem, verschiebt Material aus Birch/Cliff in eine höhere Preisklasse. Wie wir Sorten bestimmen und den Wert ableiten, lesen Sie unter Materialbewertung und Verwertungsberatung.
Sortenbezeichnungen und Grenzwerte orientieren sich an gängigen Handelsrichtlinien (BDSV, ISRI). Sie sind keine Norm und können je Abnehmer abweichen; maßgeblich ist die Eingangskontrolle des jeweiligen Verwerters. Angaben ohne Gewähr.
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